Jagdkultur in Grönland

Jagen und Fischen sind seit 4.000 Jahren eine Frage von Leben und Tod und haben eine Kultur geprägt, die das Kajak erfunden und perfektioniert hat.

Seit der ersten Einwanderungswelle über Thule vor etwa 4000 bis 5000 Jahren sind die Inuit in Grönland auf die Ressourcen der Natur in Form von Fischen, Vögeln, Land- und Meeressäugetieren angewiesen. Jagd und Fischfang waren daher schon immer eine Frage des Überlebens in einem Land, in dem der Sommer kurz ist und das Klima für eine erfolgreiche Landwirtschaft ungeeignet ist.

Einzigartige Jagdwerkzeuge und Gefäße

…um die Werkzeuge herzustellen, die über Leben und Tod entscheiden konnten. Über Generationen hinweg gelang es den Inuit-Kulturen, einzigartige Produkte zu entwickeln und zu verfeinern, wie zum Beispiel das Kajak, das als „Ulo“ bekannte Frauenmesser, die Specksteinlampe sowie Harpunen, Vogelspeere und hochwertige Kleidung aus Tierhäuten und Pelzen.
Die Tatsache, dass sogar festgestampfter Schnee zum Bau einer provisorischen Unterkunft in Form eines Iglus genutzt werden konnte, zeugt von einer außergewöhnlichen Fähigkeit, die Materialien der Natur zu nutzen.

Überlieferte Traditionen

Schon von Kindesbeinen an haben Väter und Mütter den jüngsten Generationen beigebracht, wie man die traditionellen Jagdwerkzeuge und -methoden einsetzt. Tatsächlich ist es auch heute noch nicht ungewöhnlich, dass Kinder ihr erstes Schneehuhn oder ihre erste Robbe erlegen, obwohl sie gerade erst in die Schule gekommen sind. Der erste Fang ist ein großes Ereignis, das ähnlich wie ein Geburtstag gefeiert wird…

Die Tradition des Walfangs in Grönland

Der Klimawandel bedroht die Jägerkultur

Die Jäger aus Nordgrönland berichten heute jedoch, dass der Klimawandel bereits zu kurzen Phasen mit deutlich dünnerem Eis oder gar keinem Eis im Winter sowie zu allgemein unbeständigerem Wetter geführt hat. Dies könnte sich für die Jagdkultur in bestimmten grönländischen Städten und Siedlungen als großes Problem erweisen, da die Kultur und die Existenz der lokalen Bevölkerung sowohl von der Jagd und dem Fang von Beute als auch vom Transport über das Eis abhängen.

Die Jäger aus Nordgrönland berichten heute jedoch, dass der Klimawandel bereits zu kurzen Zeiträumen mit deutlich dünnerem Eis oder gar keinem Eis im Winter sowie zu allgemein unbeständigerem Wetter geführt hat. Dies könnte sich für die Jagdkultur in bestimmten grönländischen Städten und Siedlungen als großes Problem erweisen, da die Kultur und die Existenz der lokalen Bevölkerung sowohl für die Jagd und den Fang von Beute als auch für den Transport vom Eis abhängig sind.