In den letzten Jahren war Island aus so vielen offensichtlichen Gründen das angesagteste Reiseziel. Grönland hingegen ist relativ unbekannt. Ein gut gehütetes Geheimnis. Dieser Artikel geht der Frage nach, warum sich ein Abstecher nach Grönland bei einem Islandbesuch trotz des kurzen zusätzlichen Fluges lohnt, und beantwortet dabei einige häufig gestellte Fragen.
Würden wir Island und Grönland in einem Inuit-Trommeltanzwettbewerb gegeneinander antreten lassen, um diese Frage zu klären, bekäme man sicherlich einige unterhaltsame Antworten. Schließlich haben sowohl Isländer als auch Grönländer einen ausgeprägten (wenn auch nicht immer gleichen) Sinn für Humor. Stattdessen geben wir Ihnen ein paar Hinweise, die die Unterschiede (oder Gemeinsamkeiten) zwischen diesen atemberaubend schönen Ländern aufzeigen. Ganz gleich, ob Sie Grönland oder Island im Urlaub besuchen möchten – am Ende werden Sie einige Unterschiede zwischen den beiden Ländern kennen!
Hier sind 10 wichtige Gründe, die Sie berücksichtigen sollten:
8. Größe und Karte
Auf einer Karte im Maßstab 1:1 liegt Grönland weiter östlich, westlich, nördlich und südlich als Island. Auf den meisten Karten findet man es jedoch westlich von Island. Sowohl Grönland als auch Island liegen zwischen dem Arktischen Ozean und dem Atlantik. Die beiden Länder sind durch die Dänemarkstraße voneinander getrennt. Geologisch gesehen ist Grönland Teil Nordamerikas, während Island der Ort ist, an dem die tektonischen Platten Europas und Nordamerikas aufeinandertreffen.
Geografisch gesehen ist Grönland tatsächlich viel größer als Island (obwohl der größte Teil des Landes aufgrund des grönländischen Eisschildes unbewohnbar ist). Es ist zudem die größte Insel der Welt – (sorry, Inselkontinent Australien!) Mit einer Landfläche von 836.000 Quadratmeilen (2,17 Millionen Quadratkilometer) hat Grönland seinen Gästen viel Platz zu bieten, und da wir nicht gerade von ihnen überlaufen sind, würden wir sagen, dass das in diesen COVID-19-Zeiten ein Vorteil ist, besonders wenn man Abstand halten und Menschenmassen vermeiden möchte.
9. Souveränität
Manche Menschen sind auch hinsichtlich der Souveränität verwirrt und fragen: „Gehört Island zu Grönland?“ In der Vergangenheit gehörten beide Länder tatsächlich zum Königreich Dänemark. Island übernahm die Kontrolle über seine eigenen Außenangelegenheiten, als Dänemark 1940 während des Zweiten Weltkriegs von Deutschland besetzt wurde. Es wurde 1944 offiziell eine unabhängige Republik.
Grönland hingegen ist nach wie vor Teil des Königreichs Dänemark, obwohl es sich selbst verwaltet. Grönland verfügt seit 1979 über Selbstverwaltung und seit 2009 über Eigenverwaltung, was bedeutet, dass das Land die politischen Entscheidungen und Kompetenzen übernommen hat, die zuvor von Dänemark ausgeübt wurden. Mit der Verabschiedung des Selbstverwaltungsgesetzes hat Grönland die Möglichkeit, die Zuständigkeit für weitere Bereiche zu übernehmen. Die Verantwortung für das Justizwesen, die Verteidigung und die nationale Sicherheit, das Bürgerrecht und die Außenpolitik liegt bei der dänischen Regierung.
Grönland oder Island:
Was ist das Fazit?
Da habt ihr es also. Natürlich ist dies eine voreingenommene Darstellung der Geschichte Grönlands und Islands, erzählt aus grönländischer Perspektive. Wir sind auch große Fans von Island und glauben, dass sich unsere beiden Länder in Wirklichkeit sehr gut ergänzen. Wir hoffen auch, dass ihr die Unterschiede zwischen Grönland und Island besser versteht – für Abenteurer, die eine ursprünglichere, unberührtere und wildere Version von Island erleben möchten, ist Grönland buchstäblich nur einen Flug entfernt. Hoffentlich habt ihr entdeckt, dass Grönland als Reiseziel ebenfalls einiges zu bieten hat!







